Euro-Automatenmarken
Die einzigen reinen Euro-Marken, die man gleich am 1. Januar 2002 mit dem neuen Geld kaufen konnte, waren die Automatenmarken aus den Sielaff-Automaten. Auch wenn das Papier gegenüber den DM-Automatenmarken nicht geändert wurde, verdient diese Neuheit einen Platz in deinem Album, auch wenn du wie viele andere Sammler Automatenmarken nur am Rande betrachtest. Briefmarken - billig wie seit fast 40 Jahren nicht mehr!Gleich der erste Blick auf den Bildschirm verrät eine kleine Sensation: Man kann Marken zu 0,01 Euro kaufen! Eine billigere Marke erschien zuletzt Anfang 1962 (1 Pf Brandenburger Tor, Berlin MiNr. 140y). 56 dieser Marken braucht man, um einen Standardbrief zu frankieren, nur leider passen die da gar nicht rauf. Schon eher auf die Büchersendung-Kompakt. Die kostet ebenfalls 0,56 Euro, hier sind auch größere Formate zulässig. Folgende Marken sind fest einprogrammiert:
Mit den oben genannten Marken kann man nur normale Briefe ohne Zusatzleistungen wie Einschreiben mit einer einzigen Marke frankieren. Schade für die Sammler, aber es entspricht wohl den Bedürfnissen der Postkunden. Überraschung: drei weitere WerteDie Sielaff-Geräte geben auch jetzt kein Wechselgeld heraus, sondern nur Briefmarken. Durch die krummen Nennwerte kommt dies noch häufiger vor als früher. Anders als bisher werden jetzt aber Marken ausgegeben, die man einzeln gar nicht bekommen kann:
Diese Marken sind sicherlich nicht besonders häufig. Mit zwei 0,28er-Marken kann man zum Beispiel eine schöne Doppelfrankatur für einen Standardbrief produzieren - sicherlich keine alltägliche Frankatur. Vorsicht vor Sanssouci-Papier!Man muss damit rechnen, dass früher oder später auch Euro-Eindrucke auf dem alten Sanssouci- oder sogar dem grünen Posthorn-Papier auftauchen und für teures Geld verkauft werden. Es ist ganz klar, dass solche Stücke nicht mit rechten Dingen entstehen können! Die Filialen dürfen diese Papiersorten nicht mehr in ihren Beständen haben, so dass es auch nicht eingelegt werden kann. Es sein denn, ein Techniker hat - woher auch immer - noch altes Papier und legt es ein. Er darf das natürlich nicht... Wie sammeln?Automatenmarken sind Briefmarken. Deshalb gehören sie auch grundsätzlich in eine Deutschlandsammlung. Du musst nun aber nicht zum Automaten rennen und alle Marken "ziehen". Dann wärst du auch schon mehr als 10 Euro los. Viele Sammler nehmen von jeder Automatenmarke einen Wert in ihre Sammlung auf. Zum Beispiel den für das Standardbriefporto, den man gestempelt problemlos bekommt, oder den niedrigsten Wert. Ich persönlich halte es so, dass ich nehme, was ich bekomme. Vor allem bei den niedrigen Werten achte ich auf Komplettheit. Natürlich würde ich mich über eine gut gestempelte 3,68er sehr freuen und sie in meine Sammlung aufnehmen, aber ich würde dafür kein Geld ausgeben. Übrigens: Mehrere Sonderstempel zur Euro-Einführung sind auf echt laufenden Briefen noch bis zum 8.1. und auf Vorlagen noch bis zum 31.1.2002 erhältlich. Weitere Artikel zum Thema: Neues Automatenmarken-Papier | Weitere Automatenmarken-Überraschungen | Sielaff-Automatenmarken in Berlin | Automatenmarken in Deutschland |