1 EinführungBriefmarkensammler achten auf Kleinigkeiten, so beschäftigen sie sich auch sehr gründlich. mit der Zähnung. Bei der österreichischen Dauermarke zu 5 Kreuzer von 1890 fanden sie sage und schreibe 30 verschiedene Zähnungen. Keine Angst, das ist eine Ausnahme. Normaler Weise gibt es nur in eine einzigen oder zwei bis drei verschiedene Zähnungen. Gibt es bei einer Marke verschiedene Zähnungen, dann gehören zumindest die größeren Zähnungsunterschiede eigentlich in jede Ländersammlung hinein. Manchmal kann eine andere Zähnung den Wert einer Marke stark erhöhen. Grund genug also, sich damit zu beschäftigen. Die Briefmarkensammler messen die Zähnung mit einer sogenannten Zähnungszahl. Das ist die Anzahl der Zähnungslöcher auf 2 cm. Gezähnt L12 bedeutet also, dass die Marke in Linienzähnung gezähnt wurde und dass auf 2 cm 12 Zähnungslöcher zu finden sind. Die häufigsten Zähnungszahlen sind die zwischen 11 und 15. Unter 10 und über 16 sind ebenfalls selten zu finden. Häufig unterscheiden sich die Zähnungszahlen auf den waagerechten und den senkrechten Seiten (Mischzähnung). Dann wird zuerst die waagerechte Seite und als zweites die senkrechte Seite angegeben: K12:13 heißt also gezähnt in Kammzähnung, waagerecht 12 und senkrecht 13 Zähnungslöcher auf je 2cm. Selten kommen auch unsymmetrische Mischzähnung vor, zum Beispiel wenn nur eine Seite anders gezähnt wurde. Dann werden die Zähnungszahlen oben beginnend im Uhrzeigersinn angegeben: L12:12:12:9 bedeutet also eine Zähnung von 12 auf allen Seiten außer der linken, wo eine Zähnung von 9 vorliegt. Das ist aber so selten, dass du es dir schon fast nicht zu merken brauchst. Dieser Artikel stammmt aus der Zeitschrift "Post für Dich" unserer Gruppe Stadt Berlin. |